Damen 2, 2. NÖ LL: 1. Spiel, 1. Sieg im Meister-Play-Off
Ausrücken zum Auftaktspiel in der 2. NÖ Landesliga nach Neunkirchen zum Einzelspiel gegen Ternitz hieß es bereits Samstag Mittag für die volleyteam-Damen 2.
Begonnen hat die Meisterschaft in dieser Saison in der 1. Klasse. 8 Siege in 8 Spielen im Grund-Durchgang und nur ein einziger verlorener Satz bedeuteten (natürlich) mit insgesamt 24 von 24 möglichen Punkten unangefochten den 1. Platz in der Tabelle, mit 6 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten (Bisamberg).
Damit qualifizierten sich die volleyteam-Damen 2 direkt für das Play-Off zur 2. NÖ Landesliga. Den "Durchmarsch" der Herren 2 in die 2. Bundesliga Ost unmittelbar vor Augen geben ähnliche Wünsche und Träume die nächsten Ziele vor – doch immer schön langsam und der Reihe nach, ein Schritt nach dem anderen.
Am Samstag stand nun erst einmal die 1. Auswärtsbegegnung gegen gute alte Bekannte auf dem Programm: volleyteam gegen Ternitz lautete die erste Hürde, die es im Meister-Play-Off zu nehmen galt – und gleich vorweg: sie wurde mit Bravour gelöst! Ex-U19- und -Damen 2-Coach Helmut Holzdorfer wurde kurzfristig reaktiviert und begleitete das Team rund um Kapitänin Katharina Jusufi ebenso bei ihrem 1. Einsatz in der 2. NÖ Landesliga, wie Aufspielerin Anita Zach, Judith Netz und Patricia Bilobradek in der Mitte, Katharina Jusufi, Martina Jürgensen, Tessa Klimowicz im Außenangriff, Katharina Bilobradek und Tessa Klimowicz auf der Diagonale und Monika Quehenberger als Libero.
Und es war von Anfang an nicht unbedingt der beste Tag für die volleyteam-Damen. Katharina Bilobradek verletzte sich schon beim Einschlagen leicht am Sprunggelenk und so begann Tessa Klimowicz auf der für sie mittlerweile etwas ungewohnten Diagonalposition. Wie auch immer, das Spiel begann mit einiger Unsicherheit und einer latent vorhandenen Nervosität auf beiden Seiten. Dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) gelang es keinem Team sich nennenswert abzusetzen. Das Spiel wogte hin und her, ein paar Pünktchen hier, ein paar Pünktchen da und plötzlich war der Satz vorbei – Gott sei Dank mit dem etwas glücklicheren Ende für das volleyteam: 25:23 – 1. Schritt getan.
Zu Beginn des 2. Satzes dann der Schock des Tages: Aufspielerin Anita Zach hechtet beim Rettungsversuch einem nicht optimal angenommenen Ball hinterher, die Sprossenwand vor Augen, übersieht dabei jedoch eine Langbank, die unmittelbar davor stand und bremst mit ihrer Stirn an der Kante ebendieser. Autsch! Nach einer kurzen (etwas unverständlichen, wenn auch regelkonformen) Diskussion, ob es gerechtfertigt sei, ein medical time out zu genehmigen, wenn die Spielerin nicht im Feld am Boden liegt, lässt Helmut Holzdorfer die Aufspielerin erst mal draußen Platz nehmen, mit einem T-Shirt voller Schnee auf der bereits geschwollenen Stirn.
Nach dem Wechsel spielt das volleyteam ein klassisches 4:2-System mit den beiden Diagonal-Spielerinnen Martina Jürgensen und Katharina Bilobradek, die kurzfristig zu Aufspielerinnen mutierten. Anfangs wollten sie zwar etwas zu viel und versuchten perfekte Bälle aufzuspielen – was in dieser Phase des Spieles keineswegs notwendig gewesen wäre – fanden sich aber zusehends immer besser mit ihren neuen Rollen zurecht und konnten das Spiel lange offen halten. Sowohl vom Satzverlauf, wie auch dem Verhalten auf dem Feld war kaum ein Unterschied zum 1. Satz erkennbar. Nach wie vor Nervosität, immer wieder viele leichte individuelle Fehler und alles in allem recht unsicher agierten die Mannschaften. Die volleyteam-Damen 2 mit einer gewissen Überlegenheit im Angriff und am Block – allen voran Judith Netz und Katharina Jusufi, die an diesem Tag ein hervorragendes Spiel zeigten. Trotz aller Aufregung blieb der 2. Satz spannend und bis zum Ende offen. In den letzten Punkten kam die – nun liebevoll "süßes kleines Einhorn Fluffy" genannte – Aufspielerin Anita Zach zwar noch ins Spiel zurück, konnte aber auch nichts mehr daran ändern, dass Ternitz diesen Satz mit 26:24 für sich entscheiden konnte.
Der 3. Satz dann ein Ebenbild des voran gegangenen – zum Glück diesmal jedoch mit dem besserem Ende für die volleyteam-Damen 2 – 26:24. In diesem Satz (wie auch am gesamten Spieltag) besonders hervorzuheben die Blockleistung von Judith Netz – einmal berührte sie gar einen von ihr blockierten Angriffsball der Gegnerinnen mit ihren eigenen Zehenspitzen! Ebenso hervorzuheben die Angriffs- und ganz besonders die Verteidigungsleistung von Katharina Bilobradek, der das Spielen an diesem Tag sichtlich Freude bereitete. Katharina Jusufi bekam zwar etwas weniger Bälle im Angriff wie gewohnt, wusste sich aber mit guter Annahme und klugem Blockspiel mehrmals sehenswert in Szene zu setzen und zu überzeugen.
Der 4. sollte dann auch der letzte Satz des Tages sein. Das volleyteam hatte zu sich gefunden und konnte mannschaftlich geschlossen zusehends das Heft in die Hand nehmen. Martina Jürgensen glänzte sowohl im Außenangriff wie auch am Service und bot insgesamt eine ausgesprochen ansprechende Leistung. Gemeinsam mit der routinierten Libera Monika Quehenberger (und allen anderen) legte(n) sie den Grundstein für das erlösende 25:21 Satzergebnis und somit zum abschließenden 3:1-Erfolg.
"Ich bin glücklich und erlöst", sagte ein sichtlich erleichterter Helmut Holzdorfer nach dem Spiel, "die Damen haben als Team, mannschaftlich geschlossen und gemeinsam agiert. Das war heute in diesem knappen Spiel sicher mit verantwortlich und ausschlaggebend für den Sieg. Es ist bei Gott nicht alles rund und gut gelaufen – bei Weitem nicht! Aber sie haben gemeinsam gekämpft, keinen Ball aufgegeben und was ganz besonders wichtig ist: immer zusammen gehalten, ganz egal, wer grad welchen Fehler gemacht hat – und auch davon gab es reichlich – es gab keinen Vorwurf! Also, Kompliment an die ganze Mannschaft, ich habe das Gefühl, da spielt ein Team – hat Spaß gemacht!"
Ergebnis:
volleyteam - Ternitz, 3:1 (25:23, 24:26, 26:24, 25:21)
Kader:
Anita Zach, Judith Netz, Patricia Bilobradek, Katharina Jusufi, Tessa Klimowicz, Martina Jürgensen, Katharina Bilobradek, Monika Quehenberger




