Herren 2 mit Licht und Schatten
Zwar geht dieses Wochenende nicht unbedingt als ein erfolgreiches in die Geschichte ein, aber doch konnte man ein deutliches Lebenszeichen sehen…
Samstag kam es zum lang erwarteten aufeinander treffen mit MP´s Klagenfurter Garde. Mit dabei unter anderem die Bundesligaspieler Simon Frühbauer & Robin Seidl, was die ganze Angelegenheit nicht leichter machte.
Eigentlich startete man wie in den letzten Spielen eher verhalten und abwartend in diese Partie und lag gleich zu Beginn mit 3 – 4 Punkten zurück. Dank guter Leistung am Service und in der Feldverteidigung konnte dieser Rückstand jedoch schnell egalisiert werden und man ging mit einer leichten Führung in den Endspurt. Leider konnte man den Sack am Ende nicht zu machen und die Klagenfurter stellten mit 26:24 auf 1:0 in Sätzen.
Im zweiten Satz zeigte sich die Klasse von Simon Frühbauer und Robin Seidl. Am Angriff gab es über Weite Strecken kein Durchkommen für die Volleyboys. Ein ums andere Mal testete man den gegnerischen Block, doch vergebens – der Block hielt und das Punktekonto der Klagenfurter wurde ein ums andere Mal erhöht. Im Gegenzug waren die Angriffe der Klagenfurter nur selten zu stoppen – ein paar sehenswerte Abwehraktionen von einem guten Clemens Lankisch auf der Liberoposition reichten nicht aus um die Gegner in diesem Satz zu gefährden. Mit 25:15 musste man auch in diesem Satz die Segel streichen.
Im dritten Satz kam mit Jolly Faber, der anstelle eines enttäuschenden Ando Trummer aufs Feld geschickt wurde, neuer Wind auf. Die Volleyboys konnten die Eigenfehlerquote beinahe auf Null reduzieren. Sercive passte, die Annahme stand und ein ums andere Mal konnte man den Ball im gegnerischen Feld unterbringen. Man erspielte sich so eine komfortable 5 Punkte Führung. Viele dachten schon an den die Wende in diesem Spiel, doch die Klagenfurter gaben sich nicht geschlagen. Angeführt von einem überragend spielenden Simon Frühbauer, holten die Kärntner Punkt für Punkt auf. Am Ende war es ein Block vom Aussenangreifer zu seinem 26ten Punkt, der das Schicksal der Perchtoldsdorfer besiegelte. Knapp musste man auch den 3ten Satz mit 25:23 an die Gäste abgeben.
Coach Lefevre nach dem Spiel: Schade, da wäre heute sicher mehr drinnen gewesen. Mit einer konstanteren Leistung im Angriff, hätten wir heute so manchen Punkt holen können, aber insgesamt waren die Gegner heute mit Sicherheit besser. Ich hoffe wir nehmen ein wenig aus dieser Partie mit und können in Klagenfurt vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgen.
SONNTAG MATCH IN AICH:
Am Sonntag machte man sich auf die weite Reise nach Aich/Dob. Ohne Clemens Lankisch und Tommy Schiesterl, musste dieses Mal Stefan Stoßfellner auf die ungewohnte Position des Mittelblockers und Mathias Heider übernahm wie auch gegen Hartberg den Job des Liberos.
Erste Überraschung des Tages: Nach Aich fährt man doch keine 3 Stunden. Beflügelt von dieser Erkenntnis und dank Heidelbeerdoping auf der Pack trafen wir um 15.00 in Bleiburg ein. Voll motiviert und mit dem Vorsatz einfach nur ein gutes Spiel zu spielen und möglichst viel Spaß zu haben startete man in die Partie.
Doch es wollte nicht so recht laufen am Anfang. Zu viel Respekt zollte man dem gegnerischen Block, der meistens nicht mal in die Nähe der Angriffe kam. Zwar kamen wir gegen Ende des Satzes wieder heran, mussten allerdings den ersten Satz mit 25:22 verloren geben.
Nach einer kurzen Ansprache von Spielertrainer Ando Trummer, startete man endlich so in den Satz wie man es sich vorgenommen hatte. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss. Annahme, Aufspiel und Angriffe liefen wie am Schnürchen. Ausserdem kaufte man noch dazu in der Verteidigung und am Block dem Gegner den Schneid ab. Von der Mannschaft die am Vortag agierte schien keine Spur da zu sein. So konnten auch Berni Pfeiffer und Andi Schmaderer wieder einmal zeigen, dass sie es genauso drauf haben.
Satz 2 und 3 ging verdient an die Gäste aus der Südstadt.
Aich mobilisierte im 4ten Satz jedoch noch mal alle ihre Kräfte. Auf einmal änderte sich das Bild. Zu leichte Fehler passierten auf Seiten der Südstädter und verhalfen den Kärntnern zu einem respektablen Vorsprung. Leider schien in diesem Satz nichts zu funktionieren und man musste mit 25:15 den 2:2 Satzgleichstand hinnehmen.
Auf in den 5.Satz hieß es nun. Man erwischte leider wieder einen etwas ungünstigen Start und musste gleich zu Beginn bei 4:6 das erste Time Out nehmen. Dies schien allerdings zu helfen. Wir konnten den Druck am Service und durch gute Taktik auch am Block erhöhen. Die Gastgeber wurden einerseits zu Fehlern gezwungen, andererseits behielten die Südstädter vorerst die Nerven im Sideout. Bei 14:13 hatten die Südstädter den ersten Matchball. In Folge sollten es noch 3 Matchbälle werden, die Aich zu einem großen Teil, durch gute Schiedsrichterentscheidungen begünstigt, abwehren konnte. Diese Entscheidungen gingen leider nicht spurlos an der Mannschaft vorüber und bei 19:18 konnten die Kärntner ihren ersten Matchball, wieder Dank einer Schiedsrichterentscheidung, die hier nicht weiter kommentiert wird, verwerten. Somit konnte man am Schluss leider nur einen Punkt nach Hause holen.
Ando Trummer nach dem Spiel: „Es ist sehr schade, dass dieses Match nicht gewonnen wurde. Die ersten 4 Sätze lieferte der Schiedsrichter eine souveräne Partie ab und wurde leider im 5.Satz zum Züngelchen auf der Waage. Aber trotzdem können wir einiges positives aus diesem Spiel mitnehmen. Zum einen konnten wir den gesamten Kader zum Einsatz bringen und jeder einzelne hat wirklich gute und ansprechende Leistung gezeigt. Hervorzuheben sind sicher Manuel Fuchs, der sich nach einem schwachen 1.Satz, souverän ins Match zurück gekämpft hat und anschließend annährend fehlerlos agierte. Mazo Heider, der wieder einmal auf der Liberoposition brillierte und Stefan Stoßfellner, der bei seiner ersten Partie als Mittelblocker, dem Gegner das Fürchten lehrte. Außerdem die heute Rückhalt gebende Bank mit Andi Schmaderer und Berni Pfeiffer, die heute wirklich eine mehr als ansprechende Leistung erbrachten. In Anbetracht der Kaderzusammenstellung kann man heute von einem gewonnenen Punkt sprechen. Alles in allem zeigt die Leistungskurve nun wieder nach oben. Hoffentlich sind wir jetzt wirklich in der 2.Bundesliga angekommen und können weiter punkten. Am Donnerstag ist mit Hartberg der Tabellenführer zu Gast und die Mannschaft hat sich einiges vorgenommen.




